Allgäu

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Das Allgäu ist eine naturräumliche Region in Süddeutschland, die überwiegend im südwestlichen Teil Bayerisch-Schwabens liegt und an das südöstliche Baden-Württemberg angrenzt. Das Allgäu gehört zur atlantischen Klimazone, weist jedoch teils durch seine Höhenlage und die Nähe zum Gebirge eine relativ niedrige Durchschnittstemperatur auf. Neben den häufigen Stauwetter-lagen am Alpenhauptkamm bei West- bis Nordströmung, die ergiebige Regenfälle ins Gebiet bringen, gehören bei südlichen Strömungen die Föhnwetterlagen mit Sonnenschein und für die Jahreszeit meist ungewöhnlicher Wärme zu typischen Wetter-ereignissen. Charakteristisch sind im Alpenvorland der stete Wechsel zwischen Moränenhügeln, Seen und Mooren sowie Fluss- und Bachtälern. Die natürliche Vegetation ist je nach Ausgangs-gestein sehr variabel, zumeist von Buchenwäldern und Tannen-Buchenwäldern basenreicher Standorte bis bodensauren Hainsimsen-Buchenwäldern bestimmt. Heute wird die Landfläche zu ca. 50-60 Prozent landwirtschaftlich und zu ca. 30-35 Prozent forstwirtschaftlich genutzt. Etwas über 1 Prozent der Fläche sind Moore.

Landschaftsraum und Landnutzung

Das Allgäu weist eine außergewöhnlich reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt auf. Besonders prägend sind die Artengemeinschaften der frischen bis nassen Lebensräume in den Niederungen und die halbnatürlichen Grünländer und Wälder der Höhenlagen. Viele dieser Lebensräume werden erst durch die menschliche Nutzung geformt und erhalten, z.B. die sehr mageren Streuwiesen. Auffallend vielfältig sind neben den Großsäugern die Blütenpflanzen, Brutvogelarten, Reptilien und Amphibien sowie die Insekten, die in den 16 Naturschutzgebieten ein Refugium finden. Die vorherrschende landwirtschaftliche Nutzung im Allgäu besteht in Grünlandwirtschaft zur Milch- und Fleischerzeugung, wobei Milch und Käse die Leitprodukte darstellen. Die durchschnittliche Betriebsgröße bleibt mit 25-37 Hektar weit unter den Betriebsgrößen anderer Regionen Deutschlands.

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