Bliesgau

IFR Region Bliesgau 1

Der Bliesgau ist eine Region und ein Naturraum im Saarland am Fluss Blies, einem rechten Zufluss der Saar. Der Bliesgau ist eine Landschaft mit sanften Hügeln, weiten Streuobstwiesen und geprägt vom Muschelkalkboden. Am 26. Mai 2009 wurden große Teile des Bliesgaus und angrenzender Landschaften durch die UNESCO als deutsches Biosphärenreservat anerkannt. Alle im Bliesgau liegenden Gemeinden hatten sich dafür eingesetzt.

Landschaftsraum und Landnutzung

Der Bliesgau ist geprägt durch eine charakteristische Naturlandschaft, die sich aus weit ausladenden Streuobstbeständen, artenreichen Magerwiesen-Typen, ausgedehnten Buchenwäldern und einer von der stark mäandrierenden Blies durchzogenen Auenlandschaft zusammensetzt. Eine Besonderheit des Bliesgaus liegt in der Vielfalt seiner Landschaftstypen mit dem Ineinandergreifen unterschiedlicher Groß- und Kleinstlebensräume. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch weit schwingende sanfte Hügel, durch eine jahrtausendelange Nutzung von Menschen geprägt und stellt als Kulturlandschaft den Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten dar. Der Bliesgau verfügt über die größte Dichte an bedrohten Arten und Lebensraumtypen im südwestdeutschen Raum.

Eine besondere Rolle bei der Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft Bliesgau spielt die Beweidung durch Rinder, Schafe und Ziegen. Durch eine extensive Beweidung wird der Erhalt der landschaftlichen Eigenarten gesichert und die Lebensbasis von bedrohten Tier- und Pflanzenarten sichergestellt. Durch den Einsatz von Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind (Thüringer Waldziege u. a.), leistet die Naturlandstiftung Saar einen weiteren Beitrag zur Arterhaltung im Bliesgau.

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