Das Sächsische Lössgefilde

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Das Sächsische Lössgefilde beschreibt eine Naturregion Sachsens, die sich als Lössband quer durch das Bundesland erstreckt. Nördlich grenzt die Region an die Stadt Leipzig sowie weiter im Osten an Heideland. Im Süden wird das Lößgefilde zunehmend hügelig und geht zunehmend in das Sächsische Bergland über. Die charakteristischen Lössböden sind in und nach der Eiszeit durch Winderosion entstanden. Besonders Komponenten der feinen Schlufffraktion sowie in geringem Anteil auch Ton und feiner Sand sammelten sich im Anschluss im Windschatten als Lössauflage.

Landschaftsraum und Landnutzung

Die Region zeichnet sich durch enorm fruchtbare und ertragreiche Böden aus. Die mittlere Porengröße der Partikel bietet ideale Voraussetzungen für Durchwurzelung und Wasserspeicherung: ein Kubikmeter Lössboden kann bis zu 206 Liter Wasser pflanzenverfügbar zurückhalten. Die wertvollen Lössböden werden daher überwiegend ackerbaulich genutzt.

Die Region wird auch als Kornkammer Deutschlands bezeichnet. Sachsen – und vor allem das Lössgebiet in der Mitte des Landes – ist vom Anbau von Druschfrüchten geprägt. Der Selbstversorgungsgrad von Getreide liegt in Sachsen deutlich über 100 Prozent. Aufgrund der historischen Zusammenlegung von Ländereien zu staatlichen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGs) in der ehemaligen DDR ist die Agrarstruktur in Sachsen von Betrieben und Genossenschaften mit hohen Flächenausstattungen und großen Schlägen geprägt. Durchschnittlich bewirtschaften landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen 140 Hektar und liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von gut 60 Hektar Betriebsfläche.

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