Das Konzept

In sieben Projektregionen in Deutschland wollen wir stabile regionale Strukturen für den Dialog und die Entwicklung von nachhaltigem Insektenschutz schaffen. In jeder Region implementieren wir Biodiversity Action Plans (BAPs) unter Einbeziehung verschiedener Anbaukulturen und –typen und mit besonderem Schwerpunkt auf dem Schutz der Insekten. Damit streben wir sowohl eine qualitative als auch eine quantitative Verbesserung des Insektenschutzes an (Lebensräume und Nahrungsangebot für Insekten) und wollen die negativen Auswirkungen von Pestiziden und Düngemitteln verringern.

Im Detail:

  • 10 Frontrunner-Betriebe in jeder Region setzen bereits bewährte und innovative Maßnahmen um. Die Umsetzung und die Wirkungen werden dokumentiert für die Erarbeitung von Anreizen für Landwirte, die biodiversitätsverantwortlich wirtschaften. Weitere landwirtschaftliche Betriebe (mind. 50 in jeder Region) setzen Biodiversity Action Plans auf ihren Betrieben um.
  • Monitoring der biologischen Vielfalt in den Insektenfördernden Regionen: Anpassung unseres Biodiversity Monitoring Systems durch Integration von Kennzahlen und Indikatoren zu Insekten und zur Landschaftsqualität. Bewertung weiterer positiver Auswirkungen, z.B. Klimaschutz und -anpassung.
  • Verbreitung des IFR-Konzepts und Unterstützung bei der Einrichtung von Insektenfördernden Regionen. Identifizierung bzw. Schaffung neuer (finanzieller) Anreize durch öffentliche Programme beispielsweise Agrarumweltprogramme und durch die Lebensmittelbranche.
  • Verbreitung der als besonders erfolgreich identifizierten Maßnahmen auf regionaler, nationaler und EU-Ebene.
  • Praktische Inormationen zu Maßnahmen zum Schutz der Insekten für verschiedene Kulturpflanzen / Betriebstypen in verschiedenen geographischen Situationen (wirksame Maßnahmen und wie man sie am besten umsetzt).
  • Stärkung der Insektenkompetenz von Landwirten, Genossenschaften /Kooperativen, landwirtschaftlichen Beratern, Lebensmittelstandards und Unternehmen: Trainingsmodule und Trainingsmaterialien. Umsetzung von Schulungen für Berater und von Landwirten.
  • Auswahl eines existierenden Citizens Science Tools und Adaptation an das Monitoring in LIFE Insektenfördernde Regionen. Motivation von Bürger*innen und Stakeholdern, sich am Monitoring zu beteiligen. Schulungen und Beteiligung von ca. 350 Personen in den 7 Insektenfördernden Regionen.
  • Schaffung von Anreizen und Marktnachfrage, Sensibilisierung der Verbraucher*innen
  • Ausarbeitung eines Entwurfs für ein EU-Agrarumweltprogramm für Insektenfördernde Regionen, um Anreize für Landwirte zu schaffen; Vorbereitung einer Implementierung.
  • Fundierte Informationen und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger zur Schaffung nationaler und regionaler Programme und Aktionen zur Stärkung und Förderung des Insektenschutzes.
  • Anreize des Lebensmittelsektors für Landwirte unter Berücksichtigung des Mehrwerts der Produkte der Insektenfördernden Region und einer fairen Beteiligung an den zusätzlichen Kosten.
  • Marketingkonzept zur erfolgreichen Positionierung von Produkten, die insektenfreundlich produziert wurden.
  • Steigerung der Nachfrage nach insektenverträglich produzierten Lebensmitteln durch die Umsetzung einer Kommunikationsstrategie adressiert an den Endkunden (= Wert von Insekten und biologischer Vielfalt für die Lebensqualität und die Zukunft unseres Planeten).