IFR Wendland

Das Wendland ist eine naturräumliche Region in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Norddeutschland. Das Gebiet befindet sich im Übergangsbereich zwischen der atlantischen und kontinentalen Klimazone Mitteleuropas und ist als subkontinental einzustufen. Während die natürliche Vegetation in den Niederungen des Wendlands Laubgehölze sind, zumeist Buche, wird die Landfläche heutzutage zumeist ackerbaulich und forstwirtschaftlich genutzt.

Wendland Pixabay

Landschaftsraum und Landnutzung

Bedingt durch klimatische Besonderheiten und eine schwache menschliche Besiedelung weist das Wendland eine vergleichsweise reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt auf. Hier sind Arten, die ihre Verbreitung im ozeanisch geprägten Gebieten haben, sowie Arten des kontinentalen Klimas wiederzufinden. Daraus resultiert ein überdurchschnittlicher biologischer Reichtum. Auffallend vielfältig sind die Blütenpflanzen, Brutvogelarten und Amphibien. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg gibt es 14 Naturschutzgebiete. Davon sind acht FFH-Gebiete und fünf Europäische Vogelschutzgebiete.

Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1 in Deutschland. In keiner anderen Region der Bundesrepublik spielt die landwirtschaftliche Produktion eine so gewichtige Rolle; ökonomisch, sozial und ökologisch. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden derzeit mit 63.000 Hektar rund 51 Prozent der Kreisfläche landwirtschaftlich genutzt. Während die Anzahl der Betriebe im Landkreis seit 1991 um 63 abgenommen hat, stieg die durchschnittliche Betriebsfläche von 38ha auf 103ha in 2016. 12 Prozent des Dauergrünlandes ging seit 1991 verloren. Dem gegenüber steht eine deutliche Steigerung des Maisanbaus auf rund 6300 Hektar. Die Viehhaltung verzeichnete einen Rückgang von 43 Prozent.