Über das Projekt

Marienkäfer auf Korn Pixabay

Biene & Co.: Systemrelevant, aber ohne Rettungsschirm

Koordinator: Bodensee-Stiftung
Partner:
Global Nature Fund, Netzwerk Blühende Landschaft,
Bäuerliche Erzeuger­gemeinschaft Schwäbisch Hall, Nestlé Deutschland

Notice Board: Download
Das Notice Board informiert über vergangene, geplante und laufende Projektaktivitäten.

Den Bestäubern in Deutschland geht es nicht gut. Das belegen alarmierende Studien, die bei unseren heimischen Insekten sowohl einen immensen Verlust an Menge als auch an Artenvielfalt feststellen. Dabei sind 75 Prozent der globalen Nahrungspflanzenarten von der Bestäubung durch Tiere abhängig.

Insbesondere unangepasste Landnutzung, Monokulturen und Pestizide bedrohen den Insektenbestand. Agrar- und Lebensmittelsektor sind deshalb gefordert, in ihren Anbau- und Beschaffungsregionen Lösungen für den nachhaltigen Schutz von Insekten und Bestäubern zu entwickeln. Eine große Aufgabe erfordert großartige Unterstützung – und dies leistet unser Projekt LIFE Insektenfördernde Regionen, das Global Nature Fund, Netzwerk Blühende Landschaft, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und Nestlé Deutschland koordiniert von der Bodensee-Stiftung gemeinsam umsetzen.

Unser Ziel: Insektenfördernde Anbauregionen schaffen

LIFE Insektenfördernde Regionen verfolgt das Ziel, nicht nur bewährte Maßnahmen zur Förderung von bestäubenden Insekten in der Landwirtschaft weiter zu verbreiten, sondern entschlossen neue Wege zu gehen. In insektenfördernden Anbauregionen ist eine positive ökologische Wirkung nicht mehr auf den einzelnen Betrieb beschränkt. Landschaften profitieren ganzheitlich und das Konzept ist auf viele Anbauregionen in Deutschland und der EU übertragbar.

Biene auf rosa Blume Pixabay
Biene und Sonnenblume Pixabay

Unsere Regionen: Vom Wendland bis zum Bodensee

Sieben Pilotregionen nehmen am Projekt teil: Allgäu (Landkreise Ravensburg, Allgäu), Bliesgau (Saarpfalz, Neunkirchen), Bodensee (Konstanz, Bodenseekreis, Ravensburg), Sächsisches Lössgefilde (Leipzig, Mittelsachsen, Meißen), Hohenlohe (Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Rems-Murr-Kreis, Main-Tauber-Kreis), Nördlicher Oberrhein (Karlsruhe, Rhein-Neckar-Kreis) und Wendland (Lüchow-Dannenberg).

Die Projektpartner von LIFE Insektenfördernde Regionen entwickeln in enger Zusammenarbeit mit Landwirt*innen, Verantwortlichen der Lebensmittelbranche und der Regionen sowie Vertreter*innen von NGOs maßgeschneiderte Biodiversitäts-Aktionspläne zur Schaffung von Lebensräumen und der Förderung sehr guter landwirtschaftlicher Praxis zur dauerhaften Minderung negativer Einflüsse auf Insekten.

Unser Maßnahmenpaket: Regionaler Wumms für den Insektenschutz

Von Ende 2020 bis 2024 setzen die Partner in jeder Region ein spezifisches Konzept und Maßnahmenpaket um:

Gemeinsam mit Landwirt*innen in den Pilotregionen entwickeln wir praktische Biodiversitäts-Aktionspläne und schaffen 700 ha insektenfreundlich bewirtschaftete Flächen. Das bedeutet weniger Dünger, höhere Bodenfruchtbarkeit und mehr Artenvielfalt.

  • Zusätzlich dazu schaffen wir 100 ha neue insektenfreundliche Lebensräume.
  • Zur Steigerung der Insektenschutzkompetenz schulen wir Landwirt*innen, Berater*innen und Zertifizierer*innen, damit sie die Qualität der umgesetzten Maßnahmen fachkundig noch besser bewerten können.
  • Die Wirkung der Maßnahmen belegen Expert*innen durch ein jährliches Monitoring. Bürger*innen und Landwirt*innen können bei der Beobachtung des Insektenbestands mitmachen – dafür stellen wir ein eigens geschaffenes Instrument zur Beteiligung von Bürger*innen (Citizen Science Tool) zur Verfügung.
Sonnenblume Pixabay