IFR Hohenlohe

Die Region Hohenlohe umfasst die Landkreise Schwäbisch Hall, den Hohenlohekreis, den Rems-Murr-Kreis, den Ostalbkreis, den Main-Tauber-Kreis und den Kreis Ansbach. Die Insektenfördernde Region Hohenlohe wird im Rahmen des Projektes von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und dem Netzwerk Blühende Landschaften vertreten. Da unser momentaner Hauptwirkungskreis in den Kreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe liegt, beschränkt sich der Überblick auf diese Kreise. Unser Ziel ist allerdings, alle Kreise der Region Hohenlohe in das entstehende Netzwerk einzubinden und gemeinsam eine Allianz für Insektenschutz in der Region zu schaffen. Topografisch liegt die Region zwischen 168 und 564,7 m NN. Die Hohenloher Ebene, geprägt von den landschaftlich reizvollen und ökologisch wertvollen Muschelkalktälern, wird von den Flüssen Kocher und Jagst durchzogen. Höher und überwiegend im Naturpark gelegen sind die wald- und grünlandbetonten Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. In den Südosten ragen die Ausläufer des Virngrundes. Bemerkenswert sind die Wacholderheiden der Crailsheimer Hardt.

Landschaftsraum und Landnutzung

Vielfältig und bedeutungsvoll ist die Landwirtschaft der ländlich geprägten Region. Von dem 77.000 Hektar großen Kreis werden rund 42.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt, hiervon entfallen 74 Prozent auf den Ackerbau. Daneben sind über Obst-, Wein-, Gemüseanbau sowie Milchvieh- und Mutterkuhhaltung, Ferkelerzeugung, Schweinemast, Legehennenhaltung, Putenmast, Energieerzeugung bis hin zu Schäfereien und anderen Landschaftspflegebetrieben hier nahezu alle Betriebszweige vertreten.

Ungefähr 60 Prozent der Betriebe werden im Nebenerwerb geführt, die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 38 Hektar. Viele Direktvermarkter und Erzeugergemeinschaften wie die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall bereichern das Angebot an hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Auch wenn die Region Hohenlohe ein expandierender Raum ist, wird stets auf ein ökonomisch-ökologisches Gleichgewichts geachtet.

Unsere Pilotbetriebe in der IFR Hohenlohe

Betrieb von Klaus Süpple

„Ich hoffe als Verantwortlicher eines IFR-Pilotbetriebs auf eine gute Vernetzung: Die Landwirtschaft, die Kommunen inklusive der Straßenmeisterei und die landwirtschaftliche Verwaltung sollten einen gemeinsamen, abgestimmten Weg beschreiten!“

Klaus Süpple

Betrieb von Thomas Schmidt

„Ich bin davon überzeugt, dass auch konventionell wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe die Biodiversität nach vorne bringen können. Aber Insektenschutz bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Thomas Schmidt

Biohof Franz

„Heute wissen wir, dass eine Landwirtschaft und somit eine intakte Natur ohne Insekten undenkbar sind. Deshalb ist Insektenschutz für uns ein extrem wichtiger Schritt in Richtung enkelfähige Landwirtschaft.“

Sophia Franz

Biohof Stapf

„Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sollte ein wichtiger Punkt im Rahmen des Projekts sein, damit die Landwirte in ihren Bemühungen unterstützt werden.“

Hermann Stapf

Bodensatz GbR

„Insektenschutz ist durch das fehlende Nahrungsnetz und den hohen Pestizidbedarf gerade im Ackerbau und mehr noch in Dauerkulturen wie Obst- und Weinbau eine besondere Herausforderung. Über die Züchtung robuster Sorten hinaus reizt es uns, das klassische Dauerkulturanbausystem zu hinterfragen und in Richtung Mischkulturanbau bzw. Agroforst weiterzuentwickeln.“

Christoph Kümmerer

Eberhardt GbR

„Bauern sind nicht böse – wir arbeiten gerne mit der Natur und sind auf sie angewiesen. Eine Vielfalt liegt uns am Herzen und wir freuen uns, wenn Tiere und Insekten auf unseren Flächen Lebensräume finden.

Axel Eberhardt

Müller Stiftsgrundhof GbR

„Wir versuchen auf unseren Äckern und Obstbauwiesen möglichst lange Zeit im Jahr blühende Pflanzen zu haben. Der ständige Bewuchs der Felder dient auch als Rückzugsort für Niederwild und Insekten über den Winter. Möglichst wenig Bodenbewegung fördert das Bodenleben und schont Insekten und Kleintiere.“

Andreas Müller

Reber Innovative Landwirtschaft

„Das Schöne an unserem Betrieb ist, dass es hier gar nicht mehr um die Frage ‚bio oder konventionell?‘ geht. Das System ist offen für alle landwirtschaftlichen Produktionsformen. Wir arbeiten schon jetzt ohne Herbizide und Insektizide im Getreide.“

Michael Reber

Sonnenhof GbR

„Intensiv Blühende Kulturen sowie der Erhalt von artenreichen Flächen als Lebensraum mithilfe von Beweidung sind für uns der zentrale Ansatzpunkt für eine Insektenförderung in unserem landwirtschaftlichen Betrieb.“

Sebastian Bühler